Postkolonialismus und Dekolonisierung
Seit dem 21. Jahrhundert sind post- und dekoloniale Perspektiven und Problemstellungen in Philosophie und Politikwissenschaften auch in Deutschland nicht wegzudenken, um dem kolonialen ›Erbe‹ in den Wissenschaften, Bildungsinstitutionen (wie zum Beispiel Museen ) und Gesellschaften gerecht werden zu können. Die postkoloniale Theorie hat sich durch eine diskurstheoretische Wende aus den südasiatischen Subaltern Studies entwickelt und versteht sich auch deshalb als eine forschende ›Praxis‹, die wie die Critical Race Theory (CRT) und Intersektionalitätstheorie subalterne Handlungsmacht in Geschichte kenntlich machen und in Gegenwart und Zukunft ermöglichen möchte. Diesen Perspektivwechsel benötigen die kompromisslosen politischen Haltungen heute in zunehmend antagonistischen Demokratien .