»Working to Transform the Image.« Postkoloniale Bildkritik, Bildpolitik und die zeitgenössische Queer-of-Color-Fotografie

In: Zeitschrift für Medienwissenschaft (ZfM), 15, 2023, Heft 2, S. 124–134. DOI: http://dx.doi.org/10.25969/mediarep/20052.

Abstract

In dem Beitrag werden die historischen und gegenwärtigen Repräsentationsregime in den fotografischen Abbildungen von Schwarzen Menschen und People of Color (BPoC) problematisiert, während mein Vortrag an der Universität Zürich einen Schwerpunkt auf die Fototheorie  setzte. Fotografien waren ein Werkzeug für die koloniale Erfindung und visuelle Stereotypisierung von ›Rassen‹. In dem Beitrag wird dies beispielhaft an den Agassiz-Zealy-Daguerreotypien und den US-amerikanischen Lynchpostkarten untersucht. Die zeitgenössische Queer-of-Color-Fotografie setzt überdies eine postkoloniale Bildpolitik um, die BPoC in intersektionaler Vielfalt sichtbar macht. Dies wird in den diskutierten Fotoarbeiten von Eric Gyamfi aus Ghana und dem US-amerikanischen Fotografen Paul Mpagi Sepuya deutlich. Die Kritik und Transformation von Bildern eröffnet für marginalisierte Subjekte neue politische Handlungsmöglichkeiten.