Biografie
Christopher A. Nixon ist Philosoph, Komparatist und freier Kurator. Seine Themen sind Philosophie, Ästhetik, Postkolonialismus und Dekolonisierung, Visuelle Gerechtigkeit, Kulturpolitik und Museen, Bildende Kunst, Fotografie und zeitbasierte Medien. Christopher veröffentlicht Publikationen, hält Vorträge und Panels, kuratiert Ausstellungen und gibt Workshops und Tagungen.
Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Technischen Universität Dresden. Seine systematischen Forschungsschwerpunkte sind: Postkoloniale, Kritische und Politische Theorie, Ästhetik, Sozialphilosophie sowie (repräsentations)kritische Museologie. Von 2013 bis 2019 forschte und lehrte er an der Johannes Gutenberg-Universität (JGU) Mainz. Als Kurator für koloniale Vergangenheit und postkoloniale Gegenwart arbeitete er von 2020 bis 2021 an der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH). Dort co-kuratierte Nixon die Sonderausstellung „Grenzenlos. Kolonialismus, Industrie und Widerstand“. Als Lehrbeauftragter arbeitete Nixon an der Hochschule Kaiserslautern, der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung (Kunstuniversität) Linz, der Alice Salomon Hochschule (ASH) Berlin sowie der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB). Philosophisch/kulturhistorisch untersucht Nixon die kolonialen (Macht)Diskurse, die sich in den Wissenschaftsdispositiven seit dem 18. Jahrhundert, visuellen Repräsentationsformen und Blickregimen sowie in Staat(lichkeiten) und öffentlichen Institutionen manifestieren. Diese Analyse dient als Ausgangspunkt für eine wissenschaftliche, ästhetiktheoretische, intersektionale und politische Kritik der postkolonialen und postmigrantischen Gegenwarten in einem nationalen und globalen Kontext. Seine Arbeit in Dresden legt einen Fokus auf die Bedeutung von postkolonialen und musealen Repräsentationspraxen für eine demokratische und solidarische Gesellschaft sowie auf eine politische Kritik der gewinnorientierten und rassifizierten global ungleichen Verteilung von Lohnarbeit zwischen dem Globalen Norden und Süden.