Themenheft Visuelle Gerechtigkeit
kritische berichte, 52, 2024, Heft 2, Heidelberg: arthistoricum.net (92 Seiten). ISBN: 978-3-98501-244-2.
Abstract
Die Beiträge aus Philosophie, Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft eröffnen in dem open access erschienen Themenheft des Journals kritische berichte mit dem repräsentationskritischen Begriff der visuellen Gerechtigkeit eine Diskussion um künstlerische Bildethiken und bildbezogene Ethiken des Forschens und Kuratierens. Hochschulen und Kulturinstitutionen sind einem mittlerweile von rechts kontestierten ›Veränderungsdruck‹ ausgesetzt. Im Visuellen werden in den unregulierten und unregulierbaren ›Bilderfluten‹ des digitalen Zeitalters gesellschaftliche ›Grenzverschiebungen‹ ausgetragen. Die Autor:innen loten künstlerische, wissenschaftliche und kuratorische Strategien aus, den sozialen Forderungen nach Gerechtigkeit und Anerkennung zu begegnen. Herausgegeben wurde das Heft von Christopher A. Nixon.
Mit Beiträgen von: Grischka Petri, Christopher A. Nixon, Marie Meyerding, Dora Imhof, U5, Alessa K. Paluch, Jocelyne Stahl, Maren Burghard, Annabelle Hornung, Fiona McGovern und Lisa Marei Schmidt.
»Ich erinnere mich an den Mann aus Kamerun und sein Porträt. Den ›Gespenstern‹, die die Vergangenheit in die Gegenwart einbrechen lassen und uns heimsuchen, kann man bloß Gerechtigkeit widerfahren lassen, indem man mit ihnen spricht. Mit ihnen im Dialog sein heißt, das ihnen widerfahrene Unrecht und Leid ernst nehmen und gemeinsam mit ihnen in Theorie und Praxis eine gerechtere Gegenwart und Zukunft denken.« (Auszug aus dem Editorial)